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18 de noviembre de 2017
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Ruhe, Geborgenheit, Freiheit. Man sieht die letzten Sonnenstrahlen hinter dem Meer aus Bergen verschwinden, während sich auf der gegenüberliegenden Seite bereits die runde Mondkugel breit gemacht hat und durch ihren wohlig milden Schein das kleine Valsaín in einen sanften Schlaf wiegt. Wenn man hier die Augen schließt riecht man noch die Reinheit der Luft, die wildgewachsene Natur und die blühenden Blumen. Fast schmeckt man sogar das süße Quellwasser auf der Zunge. Hier regiert noch die Natur, und zwar in vollen Zügen. Beschützt von den Bergen kann man den Großstadtlärm Madrids nur erahnen. Wie ein Mantel legen sie sich um das Dörfchen und bewahren das, was es heutzutage kaum noch gibt: Natürlichkeit.

Kinder laufen in den Straßen herumstreunenden Katzen hinterher und scheuchen Hühner auf, man grüßt sich auf der Straße und auf dem kleinen Dorfplatz versammelt man sich zum gemeinsamen Plausch. Schon seit 6 Uhr morgens sind hier die meisten auf den Beinen, kein Vergleich zu Madrids Langschläfrigkeit. Jeden Tag gibt es allerhand zu tun, denn das Leben auf dem Land erfordert eine Menge körperliche Arbeit. Pedro ist Tierliebhaber und einer der stolzen Hofbesitzer in dem kleinen Ruhepool fährt pünktlich zum Morgengrauen in seinem rostigen, alten, klapprigen Landrover, dessen Bauernhofgeruch sich im Gegensatz zur abgasreichen Großstadtluft an meine Nase schmiegt, zu einem abgelegenen Waldstück. Pedro gibt ein paar lautstarke Pfiffe von sich und etwas nahezu Unvorstellbares spielt sich vor meinen Augen ab. Nach einigen Minuten trappeln drei prächtige, frei herumlaufende Pferde aus dem dunklen Waldstück und begrüßen ihr Herrchen frohlockend.

Unter der Vielzahl an Hühnern, Pferden, Kühen, Katzen und Hunden gibt es einen ganz besonders treuen Gefährten: den Hund Lana. Lana ist Freund und Bekannter jedes Dorfeinwohners und vor allem den Kindern hat der kleine Casanova das Herz gestohlen. Der kleine Dackelmischling verköpert das, was das ganze Dorf einem vermittelt, wenn man diesen idyllischen Ort betritt: Freundlichkeit, Unbefangenheit, Vertrauen und Heimatgefühl, Die Türen der Häuser stehen für jedermann offen, und das sowohl symbolisch als auch real. Butter und Brot werden hier noch selbstgemacht und zwischen weitreichenden Koppeln, Landluft und Bergen erstreckt sich ein breiter Fluss, der in der dürren Sommerzeit Abkühlung verschafft. Ein einmaliges Bild bietet sich einem dort, gefangen zwischen dem kühlen Nass und den in der Dürre tobenden Leguanen. Ein fast so konträres Bild wie das zwischen der Hauptstadt Madrid und dem eine knappe dreiviertel Stunde entfernten Dörfchen Valsaín.

Kein Tourismus, keine überfüllten Cafés und überteuerten Eintrittspreise. Ein echtes spanisches Dorf. Sightseeing mal anders.
(Namen geändert)


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