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26. Mai 2017
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  Illegaler Tabakhandel in den Händen der chinesischen Mafia
 
 
 
 

84 Prozent des illegal verkauften Tabaks in Spanien geht auf das Konto der chinesischen Mafia. Die Zahlen seien eindeutig und die Zukunft sieht wenig optimistisch aus, so lässt sich der Bericht der Guardia Civil in Bezug auf die Zollvergehen zusammenfassen. Laut ihren Untersuchungen hat die chinesische Mafia den Markt weitgehend monopolisiert und sie lassen auch kaum noch andere Schmugglerbanden an den illegalen Geschäften teilhaben. 2009 wurde fast 14 Millionen Zigarettenpackungen vom Zoll beschlagnahmt, im Jahr zuvor waren es 96 Prozent weniger.

Der illegale Tabakmarkt boomt wieder
Nachdem die Zahl im Jahr 2006 sogar noch etwas höher lag (14,6 Millionen), verstärkte Spanien die Bemühungen im Kampf gegen die Schmuggler. Zunächst mit Erfolg, bis die chinesische Mafia letztes Jahr den Mark mit Billigzigaretten überschwemmt hatte. Wie die Polizei jetzt bestätigt hat, seien die Fälschungen aus China die exaktesten und daher nur sehr schwer zu erkennen. Etiketten, Zertifikate und Verpackungen werden so gut gefälscht, dass nur Experten die Unterschiede ausmachen können.

Fälschungen oft mit schwermetallen belastet
Die Fälschungen seien dabei teilweise sehr gesundheitsbedenklich. Untersuchungen ergaben, dass viele Abfallprodukte mit dem Tabak vermischt werden - bis hin zu giftigen Schwermetallen. Die beliebtesten Marken der Fälscher sind Marlboro, Winston, Fortuna und Chesterfield - diese machen zusammen ca. 50 Prozent des spanischen Marktes aus. Neben den Geschäften, die vor allem in den Häfen von Barcelona und Valencia ablaufen, macht den Behörden ebenfalls der illegale Grenzverkehr mit Andorra und über Gibraltar sorgen. Hier wird massenhaft Tabak, der aufgrund der niedrigen Steuern viel günstiger ist, am Zoll vorbei nach Spanien geschafft. Während eine Packung Malboro in Spanien 3,60 Euro kostet, sind es in Andorra nur 2,20 Euro.

Schmuggel in kleinen Einheiten
Die Schmuggler gehen sehr geschickt vor und führen immer nur Mengen im Wert von knapp unter 6000 Euro ein. Dass ist genau die Grenze, ab der der illegale Handel mit Gefängis bestraft wird. So wurden 2009 zwar 177 Schmuggler erwischt, allerdings nur 15 von ihnen mit Mengen über der 6000 Euro-Marke.

Die Wirtschaftskrise und die damit einhergehende sinkende Kaufkraft verhilft der chinesischen Mafia zu einem enormen Wachstum, inzwischen beherrscht sie mit dem monopolisierten Tabakhandel den illegalen Tabakmarkt fast vollständig.


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