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26. Juni 2019
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  Die zweite Gesichtstransplantation Spaniens
 
 
 
 

Zum ersten Mal nach der OP in den Medien: aufgeregt aber glücklich
Die erste Reaktion, als er sich im Spiegel sah war: "Das bin ich!" - Erleichterung bei den Ärzten. Sie befürchteten, dass sich Rafael nach der Operation nicht wiedererkennt. Der 35 Jährige aus Sevilla unterzog sich am 25.01.2010 einer 30-stündigen Gesichtstransplantation, um die Auswirkungen einer angeborenen Krankheit (Neurofibromatose Typ 1) zu behandeln, die nach und nach sein Gesicht entstellte. Rafael ist der erste in Spanien, der sich nach einer Gesichts-OP vor die Öffentlichkeit traut: "Die Nacht davor konnte ich kaum schlafen." Die Zeit nutzte er somit, um das, was er sagen wollte, zu üben. Als erstes kamen dann auch Worte der Dankbarkeit an die Spenderfamilie: Dank dieser Spende konnte ich meinen Traum erfüllen!"

30-Stunden-OP erfolgreich
Vor etwas mehr als drei Monaten wurden ihm in einem 30-stündigen Operationsmarathon die zwei unteren Drittel des kranken Gesichtsgewebes entfernt, von den Augen bis zum Hals. Desweiteren wurde er von der Gesichtsmuskulatur bis zur Speicheldrüse operiert und an den Nerven, die es ihm erlauben seine Lippen normal zu bewegen. Rafael bedankte sich für die Arbeit und Unterstützung der Ärzte, seiner Familie und Freunde. Er ist sehr glücklich und voller Lebensfreude: "Ich möchte meine Freunde und mein Team treffen." Sein "Team", die Fußballmannschaft Real Betis Balompié aus Sevilla, hat er schon einmal nach der Operation sehen dürfen, obwohl er erst jetzt aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Patient auf dem Weg zur Genesung
Rafael kann jetzt zu Hause leben, eine Zeitlang muss er jedoch täglich zur Rehabilitation ins Krankenhaus kommen. Die Ärzte glauben, dass er innerhalb von drei Monaten die komplette Zungenmotorik und Gesichtssensibilität erlangen wird und ganz normal essen kann. Etwas länger wird es dauern, die Lippen richtig zu schließen und zu öffnen und auch die Schwellungen im Gesicht werden erst nach und nach zurückgehen, hoffen die Ärzte. "In einem Jahr wird das Gesicht normal sein.", so Juan David González, Direktor der Ärztevereinigung Maxilofacial, der täglich neue Fortschritte seines Patienten beobachtet: "Er fühlt bereits in den Lippen und Wangen."

Rafael will von den Medien nichts wissen
Die letzten Worte, die Rafael an die Medien und die Öffentlichkeit richtete waren: "Bitte lasst mich und meine Familie in Frieden! Ich möchte nichts von der Presse und dem Fernsehen wissen. Danke!" Bleibt nur zu hoffen, dass ihm der Medienrummel auch wirklich erspart bleibt...


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