Werbung reseau Madrid
26. Juni 2019
Ihre Zeitung Aktuelles aus Spanien Wissenswertes
  Taxifahrer protestieren gegen “unkontrollierbares Parallel-Gewerbe”
 
 
 
 

Bereits Stunden vor dem offiziellen Streikbeginn hatten sich in Madrid hunderte Taxis “spontanerweise” auf dem Paseo de la Castellana versammelt. Mit einem ca. halbstündigen Hupkonzert und Plakaten machten sie auf ihre Sorgen aufmerksam, während die Polizei anfing, ihre Nummernschilder zu notieren. Eine Minderheit versuchte anschließend, die rechte Fahrspur der Stadtautobahn M-30 Richtung Flughafen zu blockieren. Beide Aktionen sorgten in den frühen Morgenstunden für Staus.

Ab kurz nach 9 Uhr besetzten die streikenden Taxistas dann die An- und Ausfahrten zum Flughafen Barajas, ebenso die wichtigsten Taxistände im Zentrum. Der Flughafen empfiehlt, mit der Metro zum Flughafen zu kommen und nur in Notfällen - und dann möglichst frühzeitig - ein Taxi zu nehmen.

“Transport-Service wie in Hauptstädten der dritten Welt”

Die Proteste richten sich gegen den Artikel 21 der sogenannten Ley Ómnibus. Mit der heute zu erwartenden Zustimmung des spanischen Kongresses wird eine EU-Direktive umgesetzt, die “jedwedem Freiberufler” ermöglicht, von seiner Comunidad Autónoma eine Lizenz für den Personentransport zu erhalten. José Luis Funes, Präsident der Taxifahrer-Vereinigung UNALT, warnt vor einem entstehenden Parallel-Gewerbe ohne Taxameter, Ausweisen, festen Bezirken, Tarif-Tafeln usw. “Ein Service, wie es ihn in den großen Hauptstädten der dritten Welt gibt!” Dem Fahrgast würden keinerlei Kontrolle oder Garantien mehr geboten, für das Taxi-Gewerbe sei dies eine Gefahr.

Am 15.12. hatten sich noch Vertreter meherer Taxi-Vereinigungen mit der PSOE zu Gesprächen getroffen, ohne jedoch die Rücknahme des Artikels 21 zu erreichen.

Hohe Teilnehmerzahlen bei Protesten

Die UNALT, die Unión Nacional de Asociaciones Libres de Autopatronos y Empresarios del Taxi, vertritt 2/3 der Beschäftigten des Sektors. Nach ihren Angaben werden die Demonstrationen und Streiks von 90% der Taxifahrer unterstützt. Insgesamt leben 80.000 Familien in Spanien von dem Gewerbe, entsprechend hohe Teilnehmerzahlen - und Verkehrsbehinderungen - werden erwartet. Protestveranstaltungen wurden in allen größeren Städten angemeldet. Auch aus Katalonien, Valencia, den Kanarischen Inseln und Andalusien wurden bereits in den Morgenstunden massive Streiks gemeldet.

In Madrid finden die offiziellen Proteste, zu denen hier 16.000 Taxistas aufgerufen sind, mittags zwischen Atocha und der Plaza de la Lealtad statt. Die 51 Taxis der Zone werden dort durch die Straßen zirkulieren, die übrigen Teilnehmer zu Fuß protestieren. So jedenfalls ist es geplant, ob die Taxifahrer ihre Autos aber tatsächlich alle zu Hause lassen, darf bezweifelt werden.


> Nachricht senden

Nachricht senden

Antwort auf:


Vorgeschaltete Moderation

Dieses Forum ist moderiert. Ihr Beitrag erscheint erst nach Freischaltung durch einen Administrator der Website.

Eine Nachricht, ein Kommentar?
  • (Um einen Absatz einzufügen, lassen Sie einfach eine Zeile frei.)

Wer sind Sie? (optional)

El Mundo

El País


Impressum
Redakteur werden
Editorial
Kommentare
Fotos
Bitte einsteigen Panorama Madrids
...und über die Stadtautobahn Rascacielos
Videos
Die Straßen von Madrid
Tarife Werbung
Werbung




Startseite | Kleinanzeigen | Kontakt | Teilnahme an der Zeitung | Werbung

Copyright 2007-2019 MadriderZeitung.