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19. September 2017
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  Las Fiestas de San Fermín-Stiertreiben in Pamplona
 
 
 
 

Das Stiertreiben ist in Spanien eng mit den Stierkämpfen verknüpft. Um die Tiere vom Korral zur Stierkampfarena zu bringen, wurden die Stiere, von Leitochsen begleitet, über eine festgelegte Strecke zur Arena getrieben. Vor einigen Jahren war es in Teilen Spaniens auch erlaubt die Stiere unter Begleitung von Reitern von der Zuchtfarm zum Korral zu bringen. Diese Tradition wurde aufgrund vermehrter Ausbrüche und Verletzungen der Bevölkerung jedoch verboten.
Die Strecke, die in Pamplona zurückgelegt wird, ist 825 Meter lang, die Stiere werden von mehreren zahmen Leitochsen begleitet, wobei die Männer, “mozos” genannt, vor den Stieren herlaufen. Neben den professionellen Läufern finden sich eine Reihe von Zuschauern ein und Touristen, die - oft in alkoholisiertem Zustand - mitlaufen wollen und dafür teuer bezahlen.

Der berühmteste Anhänger: Ernest Hemingway
Um dieses Spektakel zu verfolgen, kommen jährlich über eine Million TouristInnen in die knapp 200 000 EinwohnerInnen zählende Stadt. Internationale Berühmtheit erlangte die Fiesta de San Fermín durch den Roman “The sun also rises” (in der spanischsprachigen Welt unter “Fiesta” bekannt) des US-Autors Ernest Hemingway, der die "encierros" wortreich beschreibt und auch den ersten Todesfall 1924 dokumentiert. Hemingway war selbst von 1923 bis 1959 regelmäßiger Besucher der Stiertreiben. Seine Statue ziert heute die Stierkampfarena von Pamplona.

Zwischen Rausch und Religion
Der geschichtliche Hintergrund der Feiern nimmt im 12. Jahrhundert seinen Ursprung. Damals wurde das Fest des heiligen Fermín, der erste Bischof Pamplonas, mit dem im Juli stattfindenden Jahrmarkt und den Stierkämpfen zusammengelegt. Zu Beginn dauerte das neue Fest nur zwei Tage, im Laufe der Jahre erhöhte sich diese Zahl jedoch auf zehn Tage, wo neben den “encierros” eine Reihe anderer festlicher Aktivitäten stattfinden. Darunter eine Prozession zu Ehren des heiligen Fermín, diverse Umzüge, Märkte, Konzerte und Veranstaltungen für Kinder.
Dabei rückte der religiöse Aspekt immer mehr in den Hintergrund. Heute erinnern die Sanfermines eher an ein ausgelassenes Volksfest. Den Chroniken zufolge soll der Klerus bereits im 18. Jahrhundert den starken Alkoholkonsum und die moralischen Aussschweifungen kritisiert haben. Der Erfolg war allerdings bescheiden.


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