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28. Juni 2017
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  Wohngeld für junge Arbeitnehmer
 
 
 
 

Laut dem Instituto Nacional de Estadística (INE) sind die Preise für Altbauten in Spanien um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Einer der Gründe dafür ist der Anstieg des Zinssatzes für die Refinanzierungsgeschäfte. Momentan weist dieser den höchsten Wert seit zehn Jahren auf. Folge: Viele verkaufen ihre Immobilie und damit steigt das Angebot. Neubauten hingegen haben sich verteuert. 5,3 Prozent mehr kostet jetzt ein schlüsselfertiges Eigenheim. Wer sich trotz den fallenden Preisen für Altbauten auch in diesem Jahr keinen Immobilienkauf leisten kann, hat die Möglichkeit die Renta Básica de Emancipación zu beantragen.

Wohngeld für junge Erwerbstätige

Die Regierung hat Anfang des Jahres die Renta Básica de Emancipación, eine Wohngeldförderung für junge Arbeitnehmer, geschaffen. Förderberechtigt sind Erwerbstätige zwischen 22 und 30 Jahren. Bis zu vier Jahren lang gewährt der Fiskus einen Zuschuss von 210 Euro monatlich. Bedingung ist allerdings, dass das Jahresbruttoeinkommen 22.000 Euro nicht überschreitet und ein Arbeitsverhältnis von mindestens sechs Monaten nachgewiesen werden kann. Darüber hinaus werden unter Umständen einmalig 600 Euro für die Kaution und 120 Euro für Nebenkosten gewährt.

Förderung auch für Ausländer

Für junge Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten gelten die gleichen Regeln wie für die spanischen Antragssteller. Arbeitnehmer aus Drittländern müssen zudem über eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung verfügen.

Antragsstellung

Der Antrag auf Förderung kann jederzeit gestellt werden. Zusammen mit der Bewerbung muss eine Kopie des Mietvertrages und ein Schreiben, aus dem die Sozialversicherungsnummer, sowie die Bankverbindung hervorgeht, beigefügt werden. Die Unterlagen sind dem Bürgeramt, dem Departamento vivienda de la Comunidad, vorzulegen. Die Entscheidung über eine Förderung kann bis zu zwei Monate dauern. Der Zuschuss wird ab dem ersten Monat nach Eingang der Bewerbung gezahlt.

Ausgenommen von der Förderung

Keine Förderung erhalten junge Erwachsene, die bei Verwandten wohnen oder bereits Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses sind. Unterzeichnen mehrere Mieter den Mietvertrag, so wird die Förderung unter den Bewohnern verteilt. Dass heißt, es gibt pro Mietobjekt nur eine einmalige Förderung.

Zahl der Anträge steigt

Im September ist die Zahl der Anträge erneut gestiegen. Mehr als 170.000 Bewerbungen sind eingegangen. Bislang erhalten rund 44.600 junge Erwachsene die Förderung. Die meisten Begünstigten kommen aus Andalusien. Im dritten Quartal sind gut 22.900 Empfänger hinzu gestoßen. Das ist eine Zunahme um mehr als 105 Prozent.

Kein Pendant in Deutschland

In Deutschland gibt es diese Art der Förderung nicht. Zwar existiert das Wohngeld, das abhängig von der Zahl der im Haushalt lebenden Personen, dem Gesamteinkommen des Haushaltes und der Miete gewährt wird. Es ist aber keine wirkliche Alternative für junge Menschen. Studenten kommen dabei besonders schlecht weg. In den meisten Fällen sind sie von der Förderung ausgeschlossen, weil sie entweder bereits Förderungen erhalten, die einen Wohnungszuschuss berücksichtigen, sowie kein monatliches Grundeinkommen haben. Hinzu kommt, dass die meisten keinen von den Eltern unabhängigen Haushalt führen.


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