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23. Mai 2017
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  Sterberate in Madrid - Neuer Atlas der Sterblichkeit der Haupstädter
 
 
 
Jekatherina A.
Kulturwissenschaftlerin aus Berlin. Und bevor es mit dem Master weitergeht, gönne ich mir nochmal einen kurzen Praktikumsaufenthalt in der Stadt (...)


Der Atlas der Sterblichkeit und sozioökonomischen Unterschiede Madrids (MEDEA) untersucht seit 2004 die Lebenserwartungen und Todesursachen der Spanier in Madrid und Umgebung. Die Sterberate in ärmeren und weniger entwickelten Gebieten ist bis zu 50 % höher, als in besser gestellten Bezirken.

Die Todesursachen unterscheiden sich stark bei den Geschlechtern: die Madrilenen sterben am häufigsten an Lungenkrebs, die Madrileninnen an Schlaganfällen. Doch nicht jede Person ist gleich anfällig für bestimmte Krankheiten. Faktoren wie genetische Veranlagung, die Lebensweise, die Gesundheitsversorgung und nicht zuletzt als Konsequenz von alldem, der Ort wo man lebt, spielen eine große Rolle.

Unterschiede bei Frauen und Männern

Der MEDEA stellte fest, dass die Sterblichkeit der Männer im Zentrum und im Süden der Hauptstadt am höchsten ist. Bei den Frauen handelt es sich ebenfalls um das Zentrum und Madrids Umgebung wie Alcalá de Henares, Navalcarnero und Parla. Um das Ergebnis nicht zu verzerren, wurden Faktoren wie ein hoher Anteil an älterer Bevölkerung in bestimmten Bezirken bei der Datenerstellung mitberücksichtigt.

Der MEDEA

Die noch unveröffentlichte Studie stützt sich auf alle Todesfälle zwischen 1996 und 2003. Es wurden 3900 Zonen mit jeweils 1400 Bewohnern untersucht, was eine prezise Darstellung der höchsten Sterberaten in der Region erlaubt. Gewisse Hypothesen haben sich bereits bestätigt: zum einen ist die Sterblichkeit in sozial benachteiligten Bezirken tatsächlich größer, zum anderen ist sie bei Männern in armen Gebieten um 50% höher als in den Reicheren.

Aids

Im MEDEA werden desweiteren die Anfälligkeit für verschieden Krankheiten vermerkt. So ist zum Beispiel die Ansteckungsgefahr mit Aids vor allem im Zentrum, Tetuán, San Blas,Vallecas, Usera, Villaverde, Carabanchel besonders hoch (bis zu 90 % höher) und außerhalb Madrids in Alcalá de Henares bei den Männern.

Zu den besser gestellten Bezirken gehören vor allem die nördlichen Bezirke der Hauptstadt wie Salamanca, Retiro, Chamartín u.a.. Durch die Studie erhofft man sich die Gesundheitsversorgung in den sozioökonomisch schwachen Gebieten zu verbessern und einen Ausgleich in der Anfälligkeit für Krankheiten und der Sterberate zu schaffen.

http://www.madrid.org/cs/Satellite?...

El País: http://www.elpais.com/articulo/madrid/nos/morimos/elpepuespmad/20 100329elpmad_2/Tes
Jekatherina A.
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