Werbung Madrid
12. Dezember 2017
Ihre Zeitung Aktuelles aus Spanien Wissenswertes
  Ausländerfeindlichkeit in Madrid nimmt ab
 
 
 
Johannes Richter
ERASMUS 08/09 an der Facultad de Ciencias Politicas y Sociología der UCM, jetzt erneut dem Bielefelder Herbst entflohen, um nochmal drei Monate (...)


Das Verhältnis zwischen Einheimischen und Migranten hat sich in Madrid in den letzten fünf Jahren deutlich verbessert. Knapp 72% der Ausländer haben sich nie diskrimiert gefühlt und 2/3 der Madrilenen befürworten die Präsenz von Einwanderern in der Stadt.

(olmovich / flickr.com) -

Jugendliche Immigranten im Madrider Bezirk San Blas.

Das Observatorio de las Migraciones y la Convivencia Intercultural veröffentlichte am 16.11.2009 ihre ’Umfrage über das Zusammenleben in der Stadt Madrid 2009’. Demnach steigt die generelle Wertschätzung der geborenen Madrileños gegenüber Zugezogenen. Insbesondere die Einstellung gegenüber Afrikanern und Osteuropäern hat sich verbessert. Die meiste Sympathie gilt jedoch nach wie vor den zugezogenen Inländern, EU-Bürgern und Lateinamerikanern.

Verhältnisse zu Nachbarn verbessern sich

Der geringeren Fremdenfeindlichkeit entsprechend verbessert sich auch das Zusammenleben. Vor fünf Jahre bezeichneten noch 60% der Migranten das Verhältnis zu ihren einheimischen Nachbarn als indifferent oder nicht existent. Heute haben zwei von drei Einwanderern gute Verhältnisse zu spanischen Mitbürgern. Parallel dazu geben weitaus weniger Migranten als noch 2005 an, Fälle von Diskrimination erlebt zu haben. Die Zahl der Befragten, die sich aufgrund ihrer sozialen Herkunft diskriminiert fühlten, sank von 41,7 auf 22%, bezüglich Hautfarbe und Sprache sank der Wert von 20 auf 8%.

Integrationsfaktor Sprache

Letztere ist nach wie vor Integrationsfaktor Nummer Eins. Die Europäer legen auf Spanischkenntnisse am meisten Wert (90%), Asiaten am wenigsten (64%). Gut 2/3 der fremdsprachigen Ausländer haben die Landessprache durch reines Zuhören erlernt, nur 28% durch einen Sprachkurs.

Auch die allgemeine Zufriedenheit mit Madrid kann sich sehen lassen: 85% der Einheimischen und fast ebenso viele Migranten bezeichnen die Hauptstadt als besten Ort zum Leben.

munimadrid.es: http://www.munimadrid.es/portal/site/munimadrid/menuitem.650ba10a fbb0b0aa7d245f019fc08a0c/?vgnextoid=5912fa9bcbcf4210VgnVCM2000000c205a0aRCRD&vgnextchannel=6091317d3d2a7010VgnVCM100000dc0ca8c0RCRD
Johannes Richter
Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
In der gleichen Rubrik
Das Prekariat wandert aus (17.08.2010)
“Die Plazas sind nicht zum Sitzen da” (12.08.2010)
Madrid leidet an Ärzteschwund (21.03.2010)
Fahrräder beliebter - Autoverkehr konstant (15.03.2010)
Madrid in 4 Stunden (4.03.2010)
[Madrid]
Neueste Artikel
"Lebendiger Treffpunkt im Zentrum Madrids" (21.12.2010)
Wenn spanische Funken sprühen...! (21.12.2010)
La Oreja de van Gogh (21.12.2010)
Héroes del Silencio (1984 – 1996) (14.10.2010)
Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 80 bis 100 Minuten - Basketball in Spanien (27.09.2010)
[Startseite]
Sección en español
[Sección en español]

Impressum
Redakteur werden
Editorial
Kommentare
Fotos
Cofradías - Brüderschaften Zwischen Andacht und Volksfest
Frauen im Trauergewand Mystische Stimmung
Videos
Die Straßen von Madrid
Tarife Werbung
Werbung




Startseite | Kleinanzeigen | Kontakt | Teilnahme an der Zeitung | Werbung

Copyright 2007-2017 MadriderZeitung.