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29. März 2017
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  Kritik an veralteter Ausrüstung nach Tod eines Soldaten
 
 
 
Johannes Richter
ERASMUS 08/09 an der Facultad de Ciencias Politicas y Sociología der UCM, jetzt erneut dem Bielefelder Herbst entflohen, um nochmal drei Monate (...)


Nach dem Tod eines spanischen Soldaten wird Kritik an veraltetem Material laut. Seit Beginn des spanischen Engagements in Afghanistan sind 88 Soldaten durch Anschläge und Unfälle ums Leben gekommen.

(R. D. Ward/Wikipedia.org) -

Verteidigungsministerin Carme Chacón flog noch am Tag des Attentats nach Afghanistan um ihr Mitgefühl auszudrücken und an die Moral der Truppe zu appellieren.

Der Soldat C. A. Cabello starb am 07.10.09, als sein Panzerfahrzeug in der Provinz Herat auf eine Miene fuhr. Fünf weitere Soldaten wurden zum Teil schwer verletzt. Erst vor kurzem hatte das Parlament beschlossen, aufgrund der schwierigen Lage weitere 220 Soldaten zu entsenden.

88 Tote seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes

Cabello ist der siebte spanische Soldat, der in Afghanistan bei einem Attentat getötet wurde. Im Mai 2003 starben 62 Soldaten bei ihrem Rückflug von Afghanistan, als ihre Maschine, ein ukrainisches Charter-Flugzeug, über der Türkei abstürzte. Im August 2005 verloren 16 Soldaten ihr Leben, als ihr Helikopter in der Nähe von Herat zerschellte. Im Mai 2007 verunglückte ein weiterer Armeeangehöriger in der Provinz Badghis tödlich mit seinem Auto.

Forderungen nach einem Truppenabzug aus Afghanistan werden in Spanien seltener laut als in anderen beteiligten Ländern. Kritiker beklagen nun vor allem die teilweise veraltete Ausrüstung der Soldaten; das betreffende Panzerfahrzeug war beispielsweise über dreißig Jahre alt. Außerdem verlangen sie, offen die Gefährlichkeit und den Kriegs-Charakter der Afghanistan-Mission einzugestehen.

“Mission gefährlich, aber notwendig”

Innenminister Rubalcaba bekannte, dass sich die Sicherheitslage verschlechtert habe und die Strategie verändert werden müsse. Er verwahrte sich aber dagegen, den Einsatz als Krieg zu bezeichnen oder Vergleiche mit dem Irak zu ziehen. Die Sicherheit der Fahrzeuge müsse schnellstmöglich verbessert werden, “aber einen Panzerwagen kauft man nicht im Supermarkt”.

Ministerpräsident Zapatero und Verteidigungsministerin Chacón drückten ihr tiefes Mitgefühl aus, betonten aber die Notwendigkeit des ISAF-Einsatzes, um Frieden und Entwicklung in der Region zu erreichen.

El País

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