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13. Dezember 2017
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  Spanien im Kampf gegen die Krise
 
 
 
Corinna W.
Studium der Politikwissenschaft und Philosophie abgeschlossen. Glücklich in Madrid gelandet.


Die Krise ist das vorherrschende Thema in Innenpolitik und Wirtschaft. Ihre Folgen und die angewandten Gegenstrategien sind zahlreich, wie die jüngsten Beispiele zeigen.

Der spanische Minister für Arbeit und Einwanderung, Celestino Corbacho setzt angesichts der steigenden Arbeitslosgikeit nun auf neue Massnahmen. So will er ein Gesetz erlassen, um den in Spanien lebenden, arbeitslosen RumänInnen gegen eine finanzielle Entschädigung die Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen. Dies betrifft vor allem jene 70. 912 Langzeitarbeitslose, bei denen die Gefahr besteht, dass sie den Anspruch auf Sozialleistungen verlieren. Bei seinem offiziellem Besuch in Rumänien sollen ausserdem gemeinsame Massnahmen festgelegt werden, um die RumänInnen zur Rückkehr zur bewegen. Eine davon ist die in Rumänien offenen Stellenangebote auch den in Spanien lebenden RumänInnen bekannt zu machen. Zur Verwirklichung dieser Vorhaben wollen die spanische und rumänische Regierung gemeinsam um EU-Gelder für die geplanten Vorhaben ansuchen.

Immobilien im Ausverkauf
Während die PolitikerInnen nach Massnahmen gegen die Wirtschaftskrise suchen, übt sich der Immobiliensektor im Preiskampf. Die Banken wollen sich von Immobilien frei machen, die sie nun zu Billigpreisen zusammen mit günstigen Finanzierungspaketen anbieten. Dadurch sehen sich die grossen Immobiliengesellschaften vermehrt gezwungen, ebenfalls Preise zu senken. Metrovacesa, eine Immobiliengesellschaft mit Sitz in Madrid, senkt die Preise um bis zu 55%. Eine andere Strategie besteht in dem Besetzen von Marktnischen. So bringt die Gruppe Ternum ein eigenes Angebot für Geschiedene auf den Markt, mit Verbilligungen um 40% und langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten.

ManagerInnen bilden sich weiter
Doch die Krise und die damit verbundene gestiegene Arbeitslosigkeit treffen nicht nur die ArbeiterInnen und Mittelstand, sondern auch das Management, wenn auch in anderem Ausmass. Eine beliebte Strategie den gesunkenen Karrieremöglichkeiten und der Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken, ist die Rückkehr auf die Schulbank. So sind in der Esade Business School in Madrid die Bewerbungen um das Master-Studium Unternehmensmanagement um 56% gestiegen. Der Zusammenhang mit der Krise bestätigt sich in der Herkunft der BewerberInnen. Diese entstammen vor allem dem besonders angeschlagenen Finanzsektor.

Lohnschere öffnet sich
Im Vergleich zu einfachen Angestellten und ArbeiterInnen dürfen sich ManagerInnen jedoch immer noch glücklich schätzen. Obwohl die Gewinne und Aktienkurse fielen, stiegen nämlich die Löhne der führenden ManagerInnen im Jahr 2008 um fast 14%. Darüber hinaus ist im Laufe der Krise 2008 die Lohnschere zwischen ManagerInnen und Angestellten bzw. ArbeiterInnen gestiegen. So verdiente das hohe Management in den grössten Firmen Spaniens 2008 13,9 mal mehr als die durchschnittliche Angestellten derselben Firmen. 2007 lag diese Zahl noch bei 12,5.

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Corinna W.
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