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26. Mai 2017
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  Jesus Neira aus dem Spital entlassen
 
 
 
Corinna W.
Studium der Politikwissenschaft und Philosophie abgeschlossen. Glücklich in Madrid gelandet.


Acht Monate nach dem brutalen Übergriff auf Neira konnte dieser am 16. April unter grossem Medieninteresse das Spital verlassen.

(www.madrid.org) -

Das Spital Puerta de Hierro in dem Neira die letzten 8 Monate verbrachte.

Jesus Neira kam Anfang August 2008 in die Schlagzeilen. Beim Versuch einer Frau, die von ihrem Lebensgefährten misshandelt wurde, zur Hilfe zu eilen, wurde er von ihrem Angreifer brutal zusammen geschlagen. Als Folge dieses Angriffs erlitt er einen Schlaganfall und wurde in künstliches Koma versetzt (Siehe Artikel: Tragischer Held).

Die Entlassung kam pünktlich zu seinem 56. Geburtstag, den er in Begleitung seiner Frau und drei Kinder mit ihn empfangenden Freunden feierte. So liessen Freunde 56 rote und 256 weisse Luftballons, die die Tage des Spitalaufenthalts symbolisieren sollten, steigen. Das starke mediale und öffentliche Interesse des zum Helden stilisierten Neira, brachte auch Kritik zu Tage. So beanstandeten die Gewerkschaften die bevorzugte Behandlung Neiras, dem 24h am Tag eine eigene Krankenschwester zur Seite gestellt wurde.

Noch steht Neira ein langer Weg der Rehabilitation bevor, doch bekräftigte er, dass er jederzeit wieder so handeln würde. Die hohe mediale Präsenz, die dem Fall Neira zuteil wurde, begründet sich nicht zuletzt damit, dass das Thema geschlechtsspezifischer Gewalt in den letzten Jahren vermehrt an Aufmerksamkeit gewann. So brachte die Zapatero-Regierung durch Aufklärungskampagnen und Gesetzesverschärfungen Gewalt gegen Frauen ins öffentliche Bewusstsein. Das engagierte Eingreifen des Universitätsprofessors und Journalisten wurde auch von offizieller Seite gewürdigt: Die Madrider Regionalpräsidentin ernannte ihn zum Präsidenten des beratenden Ausschusses der regionalen Beobachtungsstelle geschlechtsspezifischer Gewalt.

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