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21. September 2017
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  Madrider wehren sich gegen "Mini-Vatikan"
 
 
 
Linda Fischer
Während meines Studiums "Medien und Kommunikation" zog es mich 2007 nach Spanien. Nach dem Bachelor war es dann abermals Zeit meine Koffer zu (...)


Die Bewohner der Stadt fordern Blockierung der Pläne der katholischen Kirche

(flickr/Jose Javier Martin Espartosa) -

Hier sollen unter anderem ein Priesterhaus und eine Bibliothek enstehen

Hunderte versammelten sich am Sonntag, den 29. März 2009, in Spaniens Hauptstadt, um gemeinsam ihre ablehnende Haltung gegenüber den Plänen der katholischen Kirche zum Ausdruck zu bringen. Diese plant in einem Park am Rande der Madrider Altstadt die Errichtung fünf neuer Gebäude, die der katholischen Kirche dienen sollen, darunter eine Bibliothek und eine Priesterhaus. In den Augen der Kritiker ist der "Mini-Vatikan" allerdings eine Zumutung und schadet darüber hinaus der Natur.

Fehlt nur noch der Papst

Sie trafen sich in der Straße Bailén in Madrid, in der Nähe des Parks Cornisa, dort wo das Bauvorhaben der katholischen Kirche realisiert werden soll. Ihr Protest brachte klar zum Ausdruck, warum sie sich gegen die Pläne wenden. Der Park bietet einen unvergleichlichen Ausblick auf den Casa de Campo und ist einer der wenigen unberührten Plätze in der Stadt, an den sich die Madrider von der Hektik zurückziehen können. Gar nicht weit davon entfernt steht die Kathedrale Almudena und der Palacio Real. Wenn nun auch noch fünf neue religiöse Gebäude hinzukommen, dann gleicht das in den Augen der Kritiker einem Miniformat des Vatikans, dem dann nur noch der Papst fehlen würde.

Der Bürgermeister sollte auf die Stimmen seiner Wähler hören

Die Baupläne wurden von der konservativ geführten Stadtverwaltung Madrid bereits genehmigt und sorgen seitdem für Streit zwischen der sozialistischen Partei, den Anwohnern und der katholischen Kirche. David Lucas, Sprecher der sozialistischen PSOE, appellierte an die Verantwortung des Bürgermeisters Alberto Ruiz-Gallardón und forderte, dass er aus seiner Taubheit erwachen und auf die Stimmen seiner Wähler hören sollte. Diese gehen mittlerweile gerichtlich gegen die Pläne vor. Auch die EU-Kommission ist bereits verständigt worden, damit eine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt wird.

El País

El Mundo

Linda Fischer
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