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28. Juni 2017
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  Betonwüste Spanien
 
 
 
Linda Fischer
Während meines Studiums "Medien und Kommunikation" zog es mich 2007 nach Spanien. Nach dem Bachelor war es dann abermals Zeit meine Koffer zu (...)


In vielen Küstenabschnitten in Spanien sucht man heutzutage vergeblich nach naturbelassenen Stränden. Stattdessen findet man immer öfter Anblicke wie auf dem Foto.

(flickr/Nacho Arenas) -

Stellt man sich so einen Strand in Spanien vor? Benidorm in der Region Valencia.

Wie Satellitenbilder aus den Jahren zwischen 2000 und 2005 zeigen, sind in Barcelona, Valencia und Málaga über die Hälfte der Küstenregion bebaut. Der Andrang in der Immobilienbranche hat in den vergangenen Jahren für eine derart starke und unkontrollierte Bebauung der Küsten in Spanien gesorgt, dass nicht nur die Regionen selber, sondern auch das kulturelle und soziale Leben Schaden davon genommen haben.

Die Bauwut der Spanier

Zwischen den Jahren 2000 und 2005 hat die Fläche der zuzementierten Küstengebieten in Spanien um 22 % zugenommen. Laut der Organisation des Umweltministeriums Observatorio de la Sostenibilidad de España (OSE), sind Valencia (Anstieg um 53,5 %), Huelva (48,1 %) und Alicante (37,4 %) die Provinzen, in denen die Bebauung der Küstenregion innerhalb der letzten Jahre am meisten zugenommen hat. Am beliebtesten sind dabei die jeweils ersten beiden Kilometer der Strände, auf denen sich die Immobilienbranche in der Vergangenheit gestürzt hat. Vor allem die unkontrollierte und scheinbar willkürliche Besiedlung mit Ferienanlagen und Hotels, ruft bei vielen Menschen Abschreckung hervor.

Folgen für die Betroffenen

Wie Juan Manuel Barragán, Studienrat für Führung der Entwicklung der Küstengebiete an der Universität Cádiz, in der spanischen Zeitung "El País" berichtet, habe die Bauwut der Spanier auch dem Ansehen der Urlaubsregionen geschadet. Die etwas anspruchsvolleren Touristen wollen schließlich keine zugebauten Betonwüsten, wie sie in Düsseldorf vorzufinden sind, sondern naturbelassenere Strände. Der Rückgang in der Tourismusbranche mache sich von Jahr zu Jahr bemerkbar.

Auch Juan Antonio Ramírez, ein Immobilienmakler aus Huelva, registriert jedes Jahr nachlassendes Interesse. Hat er früher drei Häuser in der Woche verkauft, sind es heute nunmehr drei Häuser im Monat. Bauunternehmen bleiben reihenweise auf ihren Gebäuden sitzen und gehen pleite, da es scheinbar niemanden mehr gibt, der sich für eine Immobilie auf der Iberischen Halbinsel interessiert. Dennoch rechnet Ramírez mit einer Besserung der Situation.

El País

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