Werbung Madrid
26. März 2017
Ihre Zeitung Aktuelles aus Spanien Wissenswertes
  17-Jährige aus Sevilla von Ex-Freund ermordet
 
 
 
Linda Fischer
Während meines Studiums "Medien und Kommunikation" zog es mich 2007 nach Spanien. Nach dem Bachelor war es dann abermals Zeit meine Koffer zu (...)


Die seit dem 24. Januar 2009 vermisste Marta del Castillo aus Sevilla wurde von ihrem Ex-Freund ermordet. Nachdem Polizei und Bürger seit drei Wochen auf der Suche nach der 17-Jährigen waren, gesteht nun der ehemalige Freund den Mord an dem Mädchen. Im Streit habe er, nach eigener Aussage, mit einem Aschenbecher auf sie eingeschlagen und sie anschließend mit Hilfe seines Bruders und einem Freund im Fluss Guadalquivir versenkt. Fernsehen und Zeitungen berichteten seit dem Verschwinden des Mädchens täglich über die aktuellen Begebenheiten und starteten Aufrufe der Betroffenen, in denen sie die möglichen Entführer baten, die 17-Jährige frei zu lassen. Der Fall sorgt in ganz Spanien für Erschütterung und Entsetzen.

(flickr.com/Unai Beroiz) -

Spanier trauern mit der Familie von Marta

Täter ließ Angehörige drei Wochen im Ungewissen

Am Samstagabend vor drei Wochen wurde Marta das letzte Mal lebend gesehen. Seitdem ist das Mädchen aus Sevilla verschwunden. Zahlreiche Bürger fühlten mit den trauernden Eltern und halfen der Polizei bei der Suche nach möglichen Hinweisen. Am vergangenen Freitag, den 13. Februar 2009, gab Miguel Carcaño ein Geständnis ab. Demnach zufolge habe er seine Ex-Freundin im Streit mit einem schweren Aschenbecher niedergeschlagen und danach im Fluss Guadalquivir in Sevilla versenkt. Sein Bruder Javier Carcaño (39 J.) und Samuel B.P. sollen ihm dabei geholfen haben. Ein 15-jähriger Freund der beiden habe anschließend dazu beigetragen, die Tat zu vertuschen. Die Kaltblütigkeit, mit der die jungen Menschen den Mord begannen haben und die Tatsache, dass sie die Familie des Opfers wochenlang im Unklaren über dessen Verbleib ließen, löste in ganz Spanien heftige Diskussionen über die moralischen Werte der spanischen Jugend aus. Wie Martas Mutter am 18.02.09 in einer Presse-Konferenz mitteilte, wünsche sie sich, dass für die Täter jeder Tag, den sie im Gefängnis verbringen, die Hölle ist.

Leiche noch nicht gefunden

Seitdem sucht die Polizei den kompletten Flussverlauf nach dem Körper von Marta ab, jedoch ohne Erfolg bis jetzt. Der Fund könnte entscheidende Hinweise darauf geben, was sich wirklich am Abend des 24. Januars im Haus von Miguel Carcaño zugetragen hat und wer möglicherweise noch alles in den Fall verwickelt ist. Ganz Spanien beteiligt sich bei der Suche nach Hinweisen oder einer Spur, die zu der Leiche des Mädchens führen könnte.

Ganz Spanien ist bestürzt

Der Fall erinnert ganz Spanien an den Mord der vor einem Jahr verschwundenen Marie-Luz. Die 5-Jährige wurde damals im Hafen von Huelva tot aufgefunden, nachdem sie von einem vorbestraften Kinderschänder, der fälschlicherweise frei herum lief, entführt worden war. Vor wenigen Tagen noch nahmen zahlreiche Sevillaner an einem Aufmarsch teil, in dem sie die Freilassung von der entführt geglaubten Marta forderten. Der Mord an Marta hat heftige Debatten über den Schutz der Jugendlichen in Spanien vor derartigen Verbrechen ausgelöst.

Sind die spanischen Medien zu weit gegangen?

Zudem wurde die Sensationsgier, mit der sich die spanischen Medien auf den Fall stürzten, stark kritisiert. Wie die Zeitung "20minutos" berichtete, haben sich die Medien der Fotos bedient, die Marta und ihre Freunde in der Community "Tuenti" veröffentlicht haben. Auf der Homepage des Netzwerkes für Jugendliche wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass "die Verbreitung und die Reproduktion jeglichen Inhaltes verboten ist". Die Polizei fand auf der Homepage von Tuenti entscheidende Informationen zu den mutmaßlichen Tätern.

20 minutos

El Mundo

Linda Fischer
Kommentar hinzufügen
Kommentar hinzufügen
In der gleichen Rubrik
Streit im Weinbau - Albariño jetzt auch in Frankreich? (14.06.2010)
Knöllchen 50% billiger, wenn sie sofort bezahlt werden (7.06.2010)
Luftraum über Spanien teilweise geschlossen (11.05.2010)
IBEX mit historischem Kursgewinn (11.05.2010)
Taschendiebstahl mit Folgen... jetzt auch in Spanien? (10.05.2010)
[Spanien]
Neueste Artikel
"Lebendiger Treffpunkt im Zentrum Madrids" (21.12.2010)
Wenn spanische Funken sprühen...! (21.12.2010)
La Oreja de van Gogh (21.12.2010)
Héroes del Silencio (1984 – 1996) (14.10.2010)
Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 80 bis 100 Minuten - Basketball in Spanien (27.09.2010)
[Startseite]
Sección en español
[Sección en español]

Impressum
Redakteur werden
Editorial
Kommentare
Fotos
Cofradías - Brüderschaften Die heilige Jungfrau Maria
Am Anfang ist das Warten Plaza de Cibeles
Videos
Die Straßen von Madrid
Tarife Werbung
Werbung




Startseite | Kleinanzeigen | Kontakt | Teilnahme an der Zeitung | Werbung

Copyright 2007-2017 MadriderZeitung.