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24. Juni 2017
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Esther Spari
Von Berlin mit ERASMUS in den Süden Spaniens. Land und Leute ins Herz geschlossen, also noch ein Weilchen länger geblieben. Auf ging´s nach Madrid, (...)


Mobiltelefone mit alter Prepaid-Karte müssen bis November 2009 registriert werden.

(Esther Spari) -

Wer mit alter Prepaid-Karte telefoniert, und das auch Ende des Jahres noch tun möchte, muss dem Netzanbieter seine persönlichen Daten mitteilen.

Bis zum 7. November diesen Jahres haben Besitzer alter Prepaid-Karten noch Zeit, sich bei ihren Netzanbietern zu melden. Wer den Termin verpasst, oder dem Aufruf nicht nachgeht, wird am nächsten Tag nicht mehr unter seiner Handynummer erreichbar sein. Mit einem Gesetz, das im Oktober 2007 von der spanischen Regierung verabschiedet wurde, sieht diese vor, sämtliche Daten im Kommunikationssektor elektronisch zu erfassen. Die Massnahme entstand als Folge des Terroranschlags am 11. März 2004. Damals hatten die Attentäter Mobiltelefone mit Prepaid-Karten benutzt, um die gelegten Sprengsätze zu aktivieren.

Kunden per SMS zur Registrierung aufgefordert

Damit alle Daten erfasst werden ist es nötig, dass alle Handybesitzer, die ihre Prepaid-Karte vor Oktober 2007 erworben haben, mit Personalausweiss oder vergleichbarem Dokument eine Verkaufsstelle ihres Netzanbieters aufsuchen und sich nachträglich registrieren lassen. Zwar besteht das Gesetz schon seit zwei Jahren, aber die Erfassung der Kundendaten erwies sich auch für die Mobilfunkunternehmen als schwierig. Einige versuchten die Prepaid-Kartennutzer per SMS Nachricht über die Gesetzänderung zu informieren, stiessen aber auf wenig Resonanz: 15.000.000 Besitzer alter Prepaid-Karten sind noch nicht registriert. Und es ist fraglich, wie viel Erfolg man mit der Prozedur in den nächsten Monaten haben wird. Viele Nutzer sind Jugendliche, die sich für die Meldung nicht interessieren und diese deshalb getrost ignorieren.

Mobilfunkunternehmen tragen sämtliche Kosten

Vonseiten der Mobilfunkanbieter gab es bereits viele Beschwerden, weil der Prozess Kosten mit sich bringt, die nicht von der Regierung, sondern komplett von den Firmen selbst getragen werden müssen. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass sich die Situation bis Ende des Jahres kaum verändern, und den Kunden dann schlichtweg der Mobiltelefonanschluss "abgedreht" wird. Mitten in einer Wirtschaftskrise erscheint es den Netzanbietern für ihr Geschäft natürlich wenig vorteilhaft, wenn von einem Tag auf den anderen tausende von Kunden ihre Mobiltelefonate auf Eis legen müssen. Was die Kunden von der Gesetzesänderung halten, zeigt die alleinige Tatsache, dass bis jetzt nur ein Viertel der Prepaid-Kartenbesitzer der Aufforderung Folge geleistet hat.

El pais

Esther Spari
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