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22. Juli 2017
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  Verspätungen bei über 50 % der Flüge von „Iberia“
 
 
 
Linda Fischer
Während meines Studiums "Medien und Kommunikation" zog es mich 2007 nach Spanien. Nach dem Bachelor war es dann abermals Zeit meine Koffer zu (...)


Der Rückreiseverkehr nach Weihnachten und Neujahr hat begonnen. Doch am Madrider Flughafen Barajas ist langes Warten angesagt. Hunderte Flüge der Fluggesellschaft Iberia waren verspätet, einige wurden ganz gestrichen. Ein angeblicher Bummelstreik der Piloten sorgt seit Anfang Dezember für chaotische Verhältnisse an spanischen Flughäfen.

(Madrider Zeitung) -

Bummelstreik der Piloten sorgt für lange Wartezeiten am Madrider Flughafen

Bummelstreik der Iberia-Piloten verursacht Wartezeiten von bis zu 17 Stunden

Seit über einem Monat kommt es bei der größten spanischen Airline Iberia zu erheblichen Problemen bei der Flugabfertigung. Besonders betroffen davon sind die Passagiere des Madrider Flughafen „Barajas“, der für den größten Teil des Luftverkehrs Spaniens zuständig ist. Hier ließ man Flughafengäste zum Teil bis zu 17 Stunden auf ihren Rückflug warten. Der scheinbare Bummelstreik der Iberia-Piloten, der bereits seit dem 04. Dezember 2008 andauert, führte allein im letzten Monat zu über 500 Flugausfällen und bis zu 5.000 Verspätungen.

Nach Weihnachten und Silvester hat nun die Rückreisezeit der Touristen begonnen, doch eine Besserung ist nicht in Sicht. So verzeichneten am vergangenen Wochenende 70 % der Flüge von Iberia Verspätungen, mehrere Verbindungen wurden sogar ganz vom Flugplan gestrichen.

Iberia-Piloten weisen Anschuldigungen von sich

Grund für die seit über einem Monat andauernden Komplikationen ist ein angeblicher Bummelstreik der Piloten und Fluglotsen der Fluggesellschaft. Iberia wirft der Pilotengewerkschaft „SEPLA“ vor, ihre Mitglieder zu einem inoffiziellen Streik aufgerufen zu haben.

Madrider Zeitung Iberia-Piloten und Fluglotsen weisen die Vorwürfe weit von sich. Sie begründen die zahlreichen Ausfälle und Verspätungen mit einem erheblichen Personalmangel, der sich aus einer fehlerhaften Kalkulation aus der Vergangenheit ergeben hat. So seien innerhalb der letzten fünf Jahre an die 300 Piloten in den Ruhestand gegangen oder entlassen worden, ohne dass ihre Positionen neu besetzt wurden.

Das spanische Verkehrministerium sieht eine andere Ursache in den anhaltenden Anspannungen zwischen der Fluggesellschaft und ihren Piloten begründet. Seiner Meinung nach haben die Kürzungen der bezahlten Überstunden dazu geführt, dass die Gewerkschaft an ihre Piltoten appellierte, sich gegen diese zu wehren.

Folgen für die betroffenen Fluggäste

Die Ausfälle und Verspätungen tausender Flüge haben ihre Spuren hinterlassen. Zum einen waren die Passagiere am Madrider Flughafen aufgrund der zahlreichen Komplikationen überaus empört. Teilweise hat es sogar die Polizei benötigt, um die aufgebrachte Menge wieder zu beruhigen, Zum anderen verursachten die Verspätungen an den Abflughäfen in Spanien weitere Verzögerungen an den Anschlussflughäfen. Madrider Zeitung

Laut der seit Februar 2005 verordneten EU-Regelung haben alle Passagiere europäischer Fluggesellschaften weiterreichende Anprüche auf Entschädigung bei Verspätungen oder Ausfällen von Flügen. Fluggäste können bei Verspätungen ab einer Dauer von zwei Stunden mit kostenloser Verpflegung oder notfalls einer Hotelübernachtung rechnen. Verzögert sich der Abflug um mehr als fünf Stunden, kann der Passagier wählen, ob er eine Rückerstattung des Flugpreises oder ein Rückflugticket bei Anschlussreisen wünscht. Bei Ausfall eines Fluges steht dem Betroffenen je nach Entfernung des Reiseziels eine Entschädigung zwischen 250,- € und 600,- € zu.

Zeitung : http://www.elmundo.es/mundodinero/2009/01/07/economia/1231320861. html
Linda Fischer
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