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23. März 2017
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Anna-Maria Schuster
Kurz und schmerzlos: Studentin aus Muenchen mit Hang zur minimalistischen Schreibe! Besser ist weniger, weniger kompliziert!


Überfüllte Straßen beherbergen Millionen Füße. Das ist kein Spaß, nicht mal mit guter Laune. Vor allem nicht, weil es den Millionen ziemlich egal ist, wie sich andere ihren Weg durch enge Straßen bahnen.

(Quelle: Schuster) -

Millionen Füsse quetschen sich täglich durch Madrids Straßen

Manche Menschen leben einfach an der Welt vorbei. Das ist traurig. Zum Beispiel in der Fußgängerzone. Alle zwei Meter steht jemand orientierungslos mitten im Weg. Und ich rede nicht von Touristen. Der Schritt nach rechts oder links, damit man andere Fußgänger nicht behindert, scheint zu große Opfer zu bringen – nein, wieso auch. Schließlich steht man in der anderen Welt gut, wie Blumen auf dem Balkon. Dazu ein paar Sonnenstrahlen – einfach köstlich. links oder rechts gibt es nur Schatten.

Besonders beliebt bei hektischen Menschen sind Kinderwägen. Nichts gegen Kinder. Nur muss man wirklich sonntags auf den Rastro samt dem Wagen, kann man das nicht mal einjährige Kind nicht tragen? Oh nein, schon klar, natürlich müssen die Anderen, die Kinderlosen Acht geben und sich dabei von all den Müttern die Räder ins Schienbein fahren lassen. Schließlich wollen wir nicht intolerant sein.

Kommunikation ist wichtig. Keine Frage. Nur nicht mitten auf einem drei Meter breiten Gehweg, der nach einer Erweiterung schreit, weil sich Tausende von Menschen darauf tummeln. Im Schneckentempo darauf tummeln. Immer wieder trifft man dort Menschen aus der anderen Welt, die völlig unberührt und in Ruhe den Fluss laufender Menschen blockieren. Weil das Gespräch wahrscheinlich muy importante ist, bleibt auch keine Zeit für Selbstzweifel.

Es bleibt auch keine Zeit für Eile. Wer in Madrids Zentrum unterwegs ist, kann nicht wirklich etwas vorhaben. Die durchschnittliche Laufgeschwindigkeit macht nicht gerade einen geschäftigen Eindruck.

Nur, wie viel ist ein Eindruck wert? Kann sein, dass die Eile in mir Deutsch ist. Das mag für manch einen genauso traurig sein.

Anna-Maria Schuster
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