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18. November 2017
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  La Noche en Blanco
 
 
 
Katja Ehrentreich
Sprachen und Kommunikation sind sowohl Studium als auch Hobby. Nach Semestern in Frankreich und Portugal soll nun Spanien erobert werden. Wenn (...)

Anna-Maria Schuster
Kurz und schmerzlos: Studentin aus Muenchen mit Hang zur minimalistischen Schreibe! Besser ist weniger, weniger kompliziert!


Die spanische Hauptstadt ist bekannt dafür, die Nächte in Tage zu verwandeln. Einmal im Jahr geschieht das auf eine ganz besondere Art: Die Noche en Blanco vereint Kultur, Nachtleben und Vergnügen bis in die Morgenstunden. Ganz Madrid ist auf den Beinen und auf der Suche nach einer ewigen Nacht.

(Quelle: www.lanocheenblanco.esmadrid.com) -

Die Calle de Alcalá überfüllt von Menschenmassen

Eine Nacht unter Vollmond, erhellte Straßen überfüllt von Menschen, erwartungsvolle, strahlende Gesichter, bereit die Stadt mit anderen Augen zu sehen. Das ist die Noche en Blanco in Madrid. Am vergangenen Samstag, den 13. September hat wohl kaum jemand in der spanischen Hauptstadt ein Auge zugemacht. Von neun Uhr abends bis sieben Uhr morgens wartete die Stadt mit einem kulturellen Angebot auf, das kaum Wünsche offen ließ. Mehr als 170 Aktionen konnten in über 115 verschiedenen Orten gesehen werden.

Unterhaltung für jeden Geschmack

Zu den kulturellen Highlights zählte die Installation des Künstlerpaares Sabina Lang und Daniel Baumann. Fünf aufgeblasene Riesenröhren hingen an der Frontseite des Telefonica-Gebäudes in Madrids größter Straße, der Gran Vía. Auch die Lichtinstallation vom italienischen Künstler Giancarlo Neri auf der Madrider Festwiese, der Explanada del Rey, sorgte für staunende Gesichter. Mehr als 10.000 bunte Lichter schmückten die Wiese. Die Stadt Madrid erwies dem Regisseur Pedro Almodóvar eine ganz besondere Ehre. Im Kunstzentrum Matadero hat sich das spanische Rundfunkorchester an eine Eigeninterpretation seiner Filmmusik gewagt. Daneben waren zahlreiche Museen und Kulturinstitute geöffnet. Auch Theaterliebhaber und Musikbegeisterte sind auf ihre Kosten gekommen. Unzählige Stücke teilten ihre Klänge mit der Nacht.

Madrid lockt aus der Ferne

Was wäre die Noche en Blanco, wenn die Spanier unter sich blieben. Das Festival hat unzählige Touristen und Schaulustige in die Stadt gelockt. Mehr als 120.000 passierten die Puerta de Alcalá, über 40.000 den Plaza de España, 10.000 Menschen besuchten den Palacio Real. Unter den deutschen Gästen waren auch Felix (22), Cora (23) und Matthias (23) aus Mainz.

Ihr wart gerade in der Fotoausstellung von Axel Hütte. Wie war’s?

Felix und Matthias: „Das war schon ganz interessant, aber es hat uns acuh nicht umgehauen.“

Wie hat euch die Nacht insgesamt gefallen? Welcher Eindruck bleibt?

Felix: „Wir waren letztes Jahr schon hier und das hat uns auch schon sehr gut gefallen. Damals haben wir uns eine Soundinstallation angeschaut.“

Cora: „Super, hier ist wenigstens richtig lange etwas los und nicht schon um drei Uhr nachts Schluss, wie in Deutschland. Man kann wirklich lange ausgehen.“

Was meint ihr, ist die Noche en Blanco auch ein Modell für deutsche Städte?

Felix: „Ja auf jeden Fall, was es hier zu sehen gibt, ist wirklich empfehlenswert . Ich kann mir das in Frankfurt, Berlin oder München auch gut vorstellen. In anderen europäischen Städten gibt es das ja schon zeitgleich, zum Beispiel in Bukarest, Brüssel und Paris. “

Grelles Erwachen und die Arbeit danach

So schön die Nacht auch war, der Morgen ist von Verwüstung gezeichnet. Mehr als 28.000 Kilo an Müll lagen auf den Straßen - viel Arbeit für die Straßenreinigung. Arbeit für 128 Menschen und 35 Reinigungsmaschinen bis Mittags um zwölf. Mehr als 1,5 Millionen Euro hat sich die Stadt die Veranstaltung kosten lassen – und auch im nächsten Jahr will man nicht weniger für eine strahlende, durchwachte Nacht ausgeben.

http://www.elpais.com/articulo/madr...
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Katja Ehrentreich & Anna-Maria Schuster
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