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22. Oktober 2017
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  Arbeitslosigkeit steigt - kein Ende in Sicht
 
 
 
Anna-Maria Schuster
Kurz und schmerzlos: Studentin aus Muenchen mit Hang zur minimalistischen Schreibe! Besser ist weniger, weniger kompliziert!


Spanien steckt mitten in der Wirtschaftskrise. Mit aktuell mehr als 2,5 Millionen Arbeitslosen weist das Land den größten Anstieg seit 1998 auf. Auch die Zahlen für August machen wenig Hoffnung. Mehr als 100.000 Menschen haben sich seit Juli arbeitslos gemeldet.

(Quelle: Ministerio de Trabajo) -

Die Zahl der Arbeitslosen steigt seit Beginn des Jahres stetig.

Allein im letzten Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen um eine halbe Million gestiegen. Das sind ganze 24,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Demnach liegt die Arbeitslosenquote momentan bei 10,4 Prozent. Zum Vergleich, die Arbeitslosenquote in Deutschland beträgt aktuell 7,6 Prozent. Nach Angaben des spanischen Arbeitsministeriums sei ein Ende dieser Entwicklung vorläufig nicht in Sicht.

Auslöser

Die Arbeitslosigkeit, die 1994 noch bei 24,2 Prozent lag, ist bis zum Jahr 2007 zwar auf 8,2 Prozent zurückgegangen, weist in diesem Jahr allerdings den stärksten Anstieg aller EU-Mitgliedsstaaten aus. Die Zahlen im August hängen mit dem Ende des Sommers und den schwindenden Touristen zusammen, die weniger Arbeit ins Land bringen. Etwa 45.000 Menschen allein aus dem touristischen Gewerbe haben sich im August arbeitslos gemeldet. Besonders die Mittelmeerregionen sollen unter dieser Entwicklung leiden. Doch dabei bleibt es nicht. Besonders betroffen von der schlechten Konjunktur ist das Baugewerbe. Jährlich werden hier mehr als 71 Prozent der Beschäfftigten wieder entlassen. Im Dienstleistungs-, Industrie- und Landwirtschaftssektor liegt diese Quote bei etwas 20 Prozent.

Immigranten ohne Chance

Anders als noch im Jahr 1993, als das Land ebenfalls in einer Wirtschaftskrise stand, trifft es diesmal auch die jungen Erwerbstätigen. Bei den unter 25-jährigen stiegt die Arbeitslosenquote im August um 4,2 Prozent. Besonders hart sei es nach Angaben der Zeitung El País für Immigranten. Sie werden eher entlassen bzw. erst gar nicht eingestellt.

Regierung will Konjunkturflaute stoppen

Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero gab gegenüber El País zu, dass das Land sich „offensichtlich in einer Stagnation“ befindet und kündigte für nächsten Mittwoch eine Krisenkonferenz an. Hier will er gezielt am Runden Tisch, zusammen mit Arbeitsminister Celestino Corbacho Chaves und einigen Unternehmen, nach Lösungen suchen.

El País
http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Spanien/Wirtschaft.html
http://www.tt.mtas.es/periodico/Laboral/200809/LAB20080902.htm

Anna-Maria Schuster
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