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21. August 2017
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  Flugzeugabsturz in Madrid – unter den Opfern auch Deutsche
 
 
 
Anna-Maria Schuster
Kurz und schmerzlos: Studentin aus Muenchen mit Hang zur minimalistischen Schreibe! Besser ist weniger, weniger kompliziert!


Bei dem tragischen Flugzeugunglück am 20. August in Madrid sind 154 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern auch Deutsche.

(Madrider Zeitung) -

Katastrophe am Madrider Flughafen

Seit Tagen wird das Haus der deutschen Familie in Pullach, nahe München von der Polizei und Journalisten belagert. Die Angehörigen stehen unter Schock und haben sich bislang nicht vor der Presse geäußert. Momentan werden sie psychologisch betreut. Bei der Familie soll es sich laut Süddeutscher Zeitung um den 50-jährigen Gerd M., seine 38-jährige Frau Claudia und die acht und fünf Jahre alten Söhne Lukas und Niklas handeln. Fünf Tage nach dem Absturz der Spanair-Maschine in Madrid bestätigte das Bayerische Landeskriminalamt die Vermutungen. Die Identität der Opfer wurde durch einen Abgleich mittels DNA-Spuren der Familie eindeutig geklärt. Momentan prüft das Auswärtige Amt in Berlin, ob es ein fünftes deutsches Opfer gibt. Allerdings stehe eine qualifizierte Identifizierung noch aus, teilte die Behörde mit.

Weitere Identifizierungen dauern an

Bisher sind 103 von 154 Toten identifiziert worden. Das hat das spanische Innenministerium gegenüber der Zeitung El País bekannt gegeben. Das Feuer und die Hitze, die zum Zeitpunkt des Absturzes herrschten, erschweren die DNA- Analysen erheblich. Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba schloss nicht aus, dass einige Opfer gar nicht identifiziert werden können. Darüber hinaus soll sich auch eine Frau mit deutsch-spanischer Staatsbürgerschaft an Bord befunden haben. Von den 18 Überlebenden der Katastrophe schweben nach Behördenangaben immer noch zwei Patienten in Lebensgefahr.

Unfallursache bislang ungeklärt

Die Linienmaschine der spanischen Gesellschaft Spanair ist am Mittwoch unmittelbar nach dem Start auf dem Flughafen Madrid-Barajas abgestürzt. Mittlerweile widersprechen Videoaufnahmen der spanischen Luftfahrtbehörde früheren Augenzeugenberichten, demnach das linke Triebwerk nach dem Start in Brand geraten war. Nachdem der Pilot wegen eines Problems mit dem Temperaturmessgerät den ersten Startversuch abgebrochen hatte, mussten die Passagiere mehr als eineinhalb Stunden in der Maschine verbringen. Einige Fluggäste hätten die Crew währenddessen mehrfach aufgefordert, das Flugzeug verlassen zu dürfen. Ohne Erfolg. Spanair hat bislang ausgeschlossen, dass der Absturz mit dem fehlerhaften Messgerät zu tun habe. Nach Berichten der spanischen Zeitungen am Dienstag soll ein Triebwerk auf Umkehrschub geschaltet gewesen sein. Das fanden die technischen Experten bei ersten Untersuchungen am Wrack heraus. Allerdings habe man bislang keine Erklärung dafür, wie dieser Mechanismus aktiviert worden sei. Der Umkehrschub dient dazu, ein Flugzeug zu bremsen, solange es sich am Boden befindet.

Erneut Probleme bei Spanair

Nur vier Tage nach dem tragischen Absturz der Maschine kam es erneut zu technischen Schwierigkeiten der gleichen Linie. Eine Spanair-Maschine musste auf der Strecke Barcelona – Lanzarote in Málaga zwischenlanden. Auch mehrere Stunden nach dem Stopp war die Maschine nicht einsatzbereit.

http://www.spiegel.de/panorama/0,15...
http://www.elpais.com/articulo/espa...
http://www.sueddeutsche.de/panorama...
http://www.elmundo.es/elmundo/2008/...

Anna-Maria Schuster
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