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29. Mai 2017
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  Delikatessen und gastronomische Preise
 
 
 
Dominique Krämer
Bauingenieur-Studium in Hannover. Abgeschlossen 1999 mit Diplom. Seit 2003 in Madrid.


Genuss mit Hindernissen

Madrid gilt als die größte Hafenstadt des Landes, obwohl es gar nicht am Meer liegt. So liefern tagtäglich Hunderte Lkw’s fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte in die Hauptstadt. Dem Genuss maritimer Gaumenfreuden sind keine Grenzen gesetzt. Besonders gut kann man in den baskischen und galizischen Lokalen Fisch speisen. Madrid bietet mit seinen unzähligen Restaurants und Bars für jeden Geschmack die passende Befriedigung. In den meisten Fällen gilt: Desto weniger ein Lokal auf Touristen ausgelegt ist, umso preiswerter wird man dort essen können.

Doch sollten gerade Besucher der Stadt, die der Landessprache kaum mächtig sind, trotz Vorfreude auf den kulinarischen Hochgenuss, Vorsicht walten lassen. Ähnlich den Verhältnissen wie sie die deutschsprachige Prager Zeitung über Kellner am Loretoplatz in Prag berichtete, musste die Urlauberin Renate Goldschmidt (Name von der Redaktion geändert) in Madrid erleben. Als die Urlauberin in einem Restaurant, das nach der kalabrischen Küste benannt ist, einkehrte, erlebte sie eine Überraschung. "Während ich mich über die Karte beugte, stand der Kellner die gesamte Zeit vor mir. Das empfand ich schon als unangenehm. Er unterbrach mich ständig, um mir die Oferta des Tages zu empfehlen, die, so sagte er, billiger sei, als die Gerichte auf der Karte. Ich und meine Begleiter entschieden uns dann für das Angebot. Wir bekamen eine Fischplatte für drei Personen serviert, die versalzen war. Dazu tranken wir einen Wein und assen einen Nachtisch." Die Rechnung, welche die Madridurlauber überreicht bekamen, belief sich auf 150 Euro. "Eine bodenlose Frechheit", meint Renate Goldschmidt, "dabei sah das Lokal aus, als könnte man preiswert essen. Ich ärgere mich, dass ich mich auf diese typische Art und Weise ausnehmen ließ. Aber am Ende bin ich auch selber schuld. Hätte ich mich genauer nach den Preisen erkundigt, wäre mir das böse Erwachen erspart geblieben."

Solche Erlebnisse sind natürlich die Ausnahme in der madrilenischen Gastronomie, doch zeigt das Beispiel von Frau Goldschmidt, dass es auch schwarze Schafe unter den Restaurantbetreibern gibt, welche die Unwissenheit ihrer Kundschaft schamlos ausnutzen. Besucher, die wenig Sprachkenntnisse besitzen, sollten sich in jedem Falle im Voraus über die Preise der oferierten Gerichte erkundigen, wenn diese nicht ersichtlich sind. Auf die Frage, ob Frau Goldschmidt kommenden Madridbesuchern etwas ans Herz legen möchte, antwortet sie: "Seien sie vorsichtig, wenn sie sich in der Calle Suero de Quiñones an der kalabrischen Küste zum Fischessen wiederfinden."

Süddeutsche Zeitung zum gleichen Thema in Prag

Restaurantführer Madrid: http://www.publispain.com/restaurantes/
Dominique Krämer
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