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20. Oktober 2017
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  Philharmonische Gesellschaft Madrid - Berlin
 
 
 
Erik N.
Nach dem Abitur und dem obligatorischen Zivildienst wurde überstürzt ein Jurastudium begonnen. Die Einsicht: Juristerei wird nicht zur (...)


Sociedad filarmonica Madrid Berlin

(Madrider Zeitung / Erik Nissen) -

Das Logo der Gesellschaft zeigt die Stadtwappen von Madrid und Berlin. (Nachbildung)

Die Philharmonische Gesellschaft Madrid Berlin wurde im Dezember 2005 gegründet. Ihr erklärtes Ziel ist die Förderung des kulturellen Austausch zwischen Spanien und Deutschland. Ein besonderes Engagement gilt hierbei der Kammermusik. Diese bezeichnete im historischen Sinne die Musik für die "fürstliche Kammer" im Gegensatz zur Kirchenmusik. Heutzutage meint Kammermusik das Arrangement kleinerer Instrumental-Ensembles, deren Gegenpol die Orchestermusik darstellt. Der angestrebte Austausch kommt gerade in den kleineren Gruppen zustande, in denen die Anzahl der Musiker überschaubar bleibt.

Momentan arbeitet die Philharmonische Gesellschaft in zwei Bereichen. Auf der einen Seite steht die Arbeit mit Berufsmusikern, auf der anderen Seite steht das pädagogische Bemühen.

Nachwuchsförderung und Vollblutmusik

Auf professionellen Ebene entstanden dauerhaft das "Ensemble Madrid-Berlín" und das "Orquesta Filarmónica de Cámara Madrid Berlin". Zusammensetzungen von Berufsmusikern auf hohem Niveau, die bereits auf diversen Veranstaltungen aufgetreten sind. Zudem werden Workshops in enger Kooperation mit dem Goethe-Institut Madrid realisiert. So zum Beispiel die "Aula de Expresión Musical" (11/06 - 06/07) in Madrid. In mehreren Sitzungen feilen Profimusiker und Musikstudenten im Abschlussjahr unter der Leitung von Andreas Wittmann von den Berliner Philharmonikern und Ricardo Gassent, Präsident der Gesellschaft, an ihrem musikalischen Ausdruck.

Im pädagogischen Bereich steht die Arbeit mit Kindern zwischen 10 und 15 Jahren. Die Gesellschaft arrangiert die Treffen von jungen Musikern, die auf Musikschulen in Spanien und Deutschland ausgebildet werden. Die Idee dahinter ist die Gemeinsamkeit der musikalischen Sprache, die von allen Teilnehmenden gesprochen wird. Die Barriere der gesprochenen Sprache soll durch die Musik gebrochen und ein friedliches Miteinander ermöglicht werden. Es soll ein Gefühl für die kulturelle Überschneidung vermittelt, gegenseitiges Interessen geweckt und der Grundstein für weitere Zusammenarbeit gelegt werden.

Da es sich noch um einen sehr jungen Verein handelt, ist die Anzahl der Mitglieder noch an einer Hand abzuzählen. Doch alle Beteiligten sind seit langem in der klassischen Musikszene tätig und bekannt, wie Professor Michael Hasel, der seit 1984 Mitglied der Berliner Philharmoniker ist. In ihrem langjährigen Schaffen haben die wenigen Mitglieder der Philharmonischen Gesellschaft die Kontakte geknüpft, welche es ihnen nun ermöglichen, Veranstaltungen mit den besten Orchestern und Chören Europas zu organisieren, in denen sich die Kulturen vermischen.

Weltklasse ohne Büro

Ein Gros der organisatorischen Tätigkeit der Gesellschaft erfolgt aus den Privatwohnungen der "Gesellschafter". Hauptsächlich von Ricardo Gassent, dem Gründer und Präsidenten, Beatrice Scola, der Leiterin der Kommunikation und Michael Hasel, dem künstlerischen Leiter. Regelmässige Treffen finden in Berlin statt, geprobt wird jedoch in Räumen der Politechnischen Universität Madrid. Die Philharmonische Gesellschaft wirtschaftet mit nur einem Sponsor, der essener Ruhrkohle AG (RAG).

Wie der Name bereits verrät, besteht für den gemeinnützigen Verein eine besondere Beziehung zwischen Madrid und Berlin. Diese kam vor allem durch die künstlerische Tätigkeit des Präsidenten Ricardo Gassent zustande, der im Zuge seiner Ausbildung bei den Berliner Philharmoniker in Berlin lernte.

Bei den geplanten Projekten legt der Verein mehr Wert auf die Qualität, als auf die Quantität. Zur Zeit wird ein Projekt mit der Deutschen Oper, der Staatskapelle Berlin, der Oper Hannover und der Oper Frankfurt vorbereitet. Es soll ein Konzert werden, dass nicht nur besonders für das Publikum, sonder auch besonders für die Musizierenden selber sein soll. Weiterhin sollen Kurse wie die "Aula de Expresión Musical" auch in Berlin stattfinden. Die nächste Möglichkeit einem Auftritt, der von der Gesellschaft organisiert wurde, beizuwohnen, findet am 30. Mai 2007 in Essen statt. Im Zusammenhang mit der Ernennung der Stadt zu Europas Kulturhauptstadt 2010 wird ein Konzert in der neuen Philharmonie Essen veranstaltet. Auf dem Programm steht traditionelle spanische Musik, die von einem Orchester gespielt wird.

Sociedad Filarmónica Madrid Berlin
beatrice.scola@sfmadridberlin.es
ricardo.gassent@sfmadridberlin.es
Tel: (+34) 629 589 532
Fax: (+34) 913 100 068

Mehr über Ricardo Gassent

Selbstdarstellung: http://www.goethe.de/ins/es/mad/kue/de1712242.htm
Erik N.
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