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18. August 2017
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  Endesa kurz vor der Übernahme
 
 
 
Erik N.
Nach dem Abitur und dem obligatorischen Zivildienst wurde überstürzt ein Jurastudium begonnen. Die Einsicht: Juristerei wird nicht zur (...)


Übernahmekampf um spanischen Energieriesen in der Endphase

(www.endesa.es) -

Die Harmonie des Bildes lässt nichts von dem erbitterten Kampf um den Energieriesen erkennen. In der madrider Geschäftsstelle stehen Veränderungen bevor.

Seitdem der "schwarze Ritter" GasNatural seinen spanischen Konkurrenten Endesa übernehmen wollte ist der Aktienmarkt aufmerksam. Doch auch die spanische Regierung bleibt wachsam. Nachdem das Angebot von GasNatural an die Aktionäre durch ein Gegenangebot des deutschen Energieriesen E.ON überboten wurde, änderte die spanische Politik kurzerhand die Übernahmeregeln. Diese Art von staatlichem Protektionismus ist im Sinne des freien Marktes verwerflich, doch in der europäischen Gemeinschaft durchaus an der Tagesordnung.

Das geschah im Februar 2006 und der Übernahmekampf dauert an. Die Aktie des Unternehmens ist mittlerweile von 19 auf 41 Euro geklettert und hat sich für Anleger als wahre Goldgrube erwiesen. Mittlerweile liegt dem umkämpften Energiekonzern ein Angebot der spanisch-italienischen Kooperationsgemeinschaft von Acciona und Enel vor. Auch der düsseldorfer E.ON Konzern ist noch im Rennen. Die drei Energieriesen haben sich nun auf einen Kompromiss geeinigt, der keines der drei Unternehmen benachteiligen soll. Ende Mai wird eine Stellungnahme der EU-Kommission zum Angebot von Acciona/Enel erwartet. Wenn das Gremium durch die Übernahme nicht die Versorgung der Verbraucher gefährdet sieht, wird es dem Angebot wohl nicht im Wege stehen. Das Tauziehen um den grössten Stromversorger Spaniens hätte dann wahrscheinlich ein Ende.

An anderem Orte steht eine wichtige Entscheidung noch aus. Die Änderungen im spanischen Gesetzestext, welche die Energiekommission erheblich stärkten und die Endesa-Übernahme durch E.ON vereitelte, liegt momentan beim Europäischen Gerichtshof in Den Haag. Möglicherweise widerspricht sie dem Grundsatz der freien Bewegung des Kapitals in der EU.

Fokus zum Thema (26.03.2007)
Die Zeit zu Thema (23.03.2007)

Erik N.
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